Fortbildung

„Neuroleptika und Antidepressiva reduzieren und absetzen“ *

Die Idee für diese Fortbildungsreihe ist im gleichlautenden Bremer Netzwerk entstanden und diskutiert worden, Veranstalter ist F.O.K.U.S. Es ist uns gelungen, für diese Reihe hochkarätige ReferentInnen zu gewinnen, die in diesem Thema bundesweit anerkannte ExpertInnen sind. Es gibt die Möglichkeit, sechs der Veranstaltungen separat zu buchen, wenn für ein Thema besonderes Interesse besteht.

*Für vier Veranstaltungen erhalten ärztlich tätige KollegInnen Fortbildungspunkte der Ärztekammer.*

Ich kann aber nur empfehlen, auch die ganze Reihe in den Blick zu nehmen, weil die Fortbildung geplant ist als eine Mischung aus Wissens- und Kompetenzerweiterung auf der einen Seite, auf der anderen Seite Netzwerkbildung und Kooperationsvertiefung gleichermaßen. Die Idealvorstellung des Netzwerkes war, am Ende der Reihe mit einer Art Leitlinie abzuschließen, wie in Bremen anders/neu mit genannten Substanzen umgegangen werden kann. Auch neue, gezielte informelle und formelle Kooperationsvereinbarungen streben wir an.

Wir haben in Bremen gerade ein gutes Klima, um Veränderungen anzustoßen, gerade für das Thema Medikamente haben wir einen starken Partner, eine Klinik, die Veränderungen aktiv vorantreibt. Wir finden, diese Chance sollten wir nicht ungenutzt lassen. Darüberhinaus ist die trägerübergreifende Zusammenarbeit im Netzwerk ohnehin die Zukunft.

Die Anmelde-Adresse lautet: fb-neuroleptika@fokus-fortbildung.de

Flyer ansehen

Die Thematik der Reihe wurde kürzlich in dem renommierten, durchaus im klassischen Sinne anerkannten „British Journal of Psychiatrie“ ((2016) 209, 361-365. doi: 10.1192/bjp.bp.116.182683) aufgegriffen und selbst hier ist eine Trendwende erkennbar in der medizinischen Sichtweise der Frage der Vergabe und Dosierung.

Summary:
„Patients who recover from an acute episode of psychosis are frequently prescribed prophylactic antipsychotics for many years, especially if they are diagnosed as having schizophrenia. However, there is a dearth of evidence concerning the long-term effectiveness of this practice, and growing concern over the cumulative effects of antipsychotics on physical health and brain structure. Although controversy remains concerning some of the data, the wise psychiatrist should regularly review the benefit to each patient of continuing prophylactic antipsychotics against the risk of side-effects and loss of effectiveness through the development of supersensitivity of the dopamine D2 receptor. Psychiatrists should work with their patients to slowly reduce the antipsychotic to the lowest dose that prevents the return of distressing symptoms. Up to 40% of those whose psychosis remits after a first episode should be able to achieve a good outcome in the long term either with no antipsychotic medication or with a very low dose.“
(Robin M. Murray, Diego Quattrone, Sridhar Natesan, Jim van Os, Merete Nordentoft, Oliver Howes, Marta Di Forti and David Taylor)